SCHACHCLUB
SCHWAZ

gegründet 1931
Kontakt: Margit BOGNER
kontakt@schachclub-schwaz.at
 
 

Die GESCHICHTE des SCHACHCLUB SCHWAZ
Dies kann natürlich nur ein Auszug aus der Chronik eines Vereines sein, der mehr als 90 Jahre alt ist. Man darf sich die Anfänge unseres Klubs so vorstellen: Da trafen sich ein paar schachbegeisterte Männer jede Woche zu einem Schachspiel. Am Foto links sind dies Dr. HIPPMANN und Fritz FARTHOFER bei einem Schachspiel im Grünen.
1931 wurde der Verein das erste Mal in einer Tiroler Zeitung erwähnt. Damals hieß er "SCHACHVEREINIGUNG SCHWAZ" und die beiden Freizeitspieler waren an der Gründung maßgeblich beteiligt. Es wird in dieser Zeitung berichtet, dass die Schachvereinigung Schwaz zu einem Freundschaftsspiel in Innsbruck gegen den damals wohl größten und besten Verein "SK SCHLECHTER INNSBRUCK" antrat. Nur knapp wurde dieses Match mit 4 : 6 verloren und damit war das Schachfeuer in Schwaz entfacht. Ein Pater der Franziskaner in Schwaz (Pr Benedikt), Dr. Hippmann, Frau Förg und eben Fritz Farthofer meldeten den Verein bei der BH Schwaz an. Man traf sich nun wöchentlich einmal in einem Schwazer Gasthaus - dem Kirchbräukeller Näher der Pfarrkirche. Meisterschaft wurde noch nicht gespielt.
Unter Hitler wurde der Verein stillgelegt. Man hatte keine Muse mehr für das königliche Spiel.
1947 wurde der Verein reaktiviert und in "SCHACHKLUB SCHWAZ" umbenannt. Bis 1980 hieß der Klub so bis man einen Sponsor - die SPARKASSE SCHWAZ - fand. Auf Grund der finanziellen Unterstützung des Vereines war es dann auch notwendig, den Sponsor in den Namen aufzunehmen -"SCHACHCLUB SPARKASSE SCHWAZ". Dabei fand auch das "C" bei Club den Weg in den Namen, da damals auch der Schiclub Schwaz gegründet und ebenfalls von der Sparkasse unterstützt wurde. Die Sparkasse verließ 1989 den Verein als Sponsor und so musste sich der SC nach einem anderen Unterstützer umsehen. 1991 konnte ein finanzkräftiger Sponsor gefunden werden und der Verein nannte sich ab diesem Zeitpunkt "SCHACHCLUB KRÖLL-TECHNIK SCHWAZ". Durch das Abwandern des Betriebes nach Deutschland verlor der Club wieder seinen Financier und führte ab diesem Zeitpunkt den Namen "SCHACHCLUB SCHWAZ". Die Stadtgemeinde Schwaz ist aber ein großzügiger Unterstützer unseres Vereines geblieben, ohne den wir wahrscheinlich viele Ziele nicht erreichen hätten können.
Auf dem Foto rechts, das 1954 entstand, sind Helmut BISTAN, Jürgen HOSP, Josef JEDINGER, Ernst KNAPP, Dr. Cornelius WOISETSCHLÄGER, Oto KREIDL, Peter GREIDERER, Elmar LAMPRECHT, Helmut KIRCHMAIR und Ibrahim BUCO - mit diesem Team nahm man an den TIROLER MANNSCHAFTSMEISTERSCHAFTEN ab 1950 teil.

1954 stieg der SCHACHCLUB SCHWAZ in die höchste Tiroler Liga - die LANDESLIGA - auf und ist seit dieser Zeit nie mehr aus dieser klasse abgestiegen. Das Spiellokal war das Gasthaus Brücke, wo man im 1. Stock die Meisterschaftsrunden austragen konnte. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen existieren seit dem Jahre 1974. 1975 wurde jährliche Jahreshauptversammlung abgehalten - Obmann war damals Helmut KIRCHMAIR. Er konnte zu dieser konstituierenden Sitzung immerhin 10 (!) Mitglieder begrüßen. Insgesamt hatte der Verein noch 20 zahlenden Personen, sodass die Beschlussfähigkeit gegeben war.
1978 brachte Helmut KIRCHMAIR Schach in die Schulen und konnte dabei erfolgreich viele Jugendliche zum Spiel mit den Figuren bringen. Die Schwazer Jugendlichen waren bald so stark, dass sie sogar den österreichischen Schulschach Mannschaftsmeistertitel in die Knappenstadt holten. Aus dieser Jugendtruppe stach besonders ein Jugendlicher heraus - Gerhard TRINKL. Christof KONDRAK, Gerald SCHMADL, G. MELCHIOR und eben Gerhard TRINKL schafften diesen Titel eines "ÖSTERREICHISCHEN SCHULSCHACHMEISTERS.

Damals kam auch ein "Junger" zum Verein, der wohl einer der besten Schachspieler Tirols werden sollte - Harald FÜRLINGER. Leider musste der Klub nun öfters das Vereinslokal wechseln, da die Schachspieler keine gern gesehen Gäste waren, konsumierten sie doch während einer Partie fast nichts und Gäste durften ebenfalls bei den Meisterschaftspartien nicht ins Spiellokal. So landete man schließlich im 1. Stock des Volkshauses Schwaz.

1975 trat Harald FÜRLINGER wieder dem SK Schwaz bei, da er zwischenzeitlich den Klub verlassen hatte und bei Schlechter Innsbruck in der österreichischen Bundesliga gespielt hatte. 1977 wurde er erstmals TIROLER MEISTER. Ab diesem Zeitpunkt spielte Harald viele Jahre in der Landesligamannschaft des Vereines auf Brett 1 und ist auch heute noch mit fast 90 Jahren einer der Besten seines Alters in Tirol. Auf den Fotos rechts sind zwei Rivalen der damaligen Schachszene zu sehen. Der Unterländer Helmut GASTEIGER schaffte ebenso wie Harald den Sieg beim damals schon traditionellen Dreikönigsblitzturnieres in Schwaz.

Aus dieser Jugendtruppe stach besonders ein Jugendlicher heraus - Gerhard TRINKL. Der 14-Jährige konnte auf Anhieb die Tiroler Blitzschach Einzelmeisterschaften der "Großen" gewinnen und spielte auch sofort in der Landesligamannschaft des SK Schwaz mit. Leider kam es dann zu gröberen Unstimmigkeiten im Verein, so dass Helmut Kirchmair als Obmann zurücktrat und Fritz FARTHOFER sogar den Schwazer Verein verließ.
Buco Ibrahim übernahm nun die Jugendbetreuung und unter seiner Führung schaffte der SK Sparkasse Schwaz sogar den Aufstieg in die zweithöchste österreichische Schachliga - die Bundesliga West. Dort konnte man sich zwar nur ein Jahr halten, musste dann wieder absteigen, aber ein e Saison weiter wurde noch einmal der Aufstieg geschafft.

OBMANN Kurt WALSER - Er übernahm die Obmannschaft in einer sehr schwierigen Zeit für den Verein. Wieder einmal musste der Klub "wandern". Dieses Mal ging es nach Stans. Dort hatte Ibrahim BUCO ein kleines Cafe gepachtet. Im Hinterzimmer - ungeheizt und voller Qualm (viele Schachspieler waren Raucher) - mussten sich eine Zeitlang sogar die Jugendlichen aufhalten und üben. Die Suche nach einem geeigneten Spiellokal war das wichtigste. Der neue Obmann knüpfte aber Kontakt zur Schule. Nachwuchsarbeit bedeutete ihm sehr viel. Herbert ERLACHER, der Lehrer an der Schwazer Hauptschule war, wurde gewonnen, eine Schachgruppe an der Schule zu gründen. Das Training übernahm dann zum Teil der Verein. Die Jugendarbeit trug bald Früchte. So erhöhte sich die Mitgliederzahl innerhalb eines Jahres um 24 Schachschüler auf mehr als 70 Vereinsmitgliedern. Ende 1979 trat Ing. Philipp HABERZ dem Verein bei. Er und Obmann Kurt WALSER wurde sehr belächelt, als sie die Idee verlauten ließen, dass ihr großes Ziel, der Aufstieg der 1. Mannschaft in die Staatsliga A war.
(Foto links: Die Schachgruppe an der Hauptschule Schwaz)

Die Saison 1980/81 wird als eine der erfolgreichsten Jahre in die Geschichte des Schachclubs Schwaz eingehen. In der Westliga und in der Landesliga kämpften die Schwazer Team um den Aufstieg in die nächsthöhere Liga. Am Ende konnten sich beide Teams über den 2. Platz freuen. Der Vorstand des Schachclub Schwaz lautete damals: Obmann Kurt WALSER, Stellvertreter Herbert KONDRAK, Schriftführer Herbert ERLACHER, Kassier Peter GREIDERER und Organisationsleiter Philipp HABERZ. Spieler wie Christof KONDRAK, Bernhard MAYR, Reinhard KORNTHALER, Georg und Stefan FUCHS kamen damals zum Verein und spielten sich langsam aber sicher an die Spitze. In dieser Zeit wurden auch die internationalen Schwazer Schachtage, die zu Pfingsten im Volkshaus Schwaz ausgetragen wurden, gegründet.

AKTION: SC SCHWAZ in die BUNDESLIGA A: In der Saison 1981/82 verstärkte sich der Schachclub Schwaz mit österreichischen Spitzenspielern: FM Ernst WEINZETTL, IM Vladimir KOSTIC und MK Adolf DENK. Mit dieser Truppe schaffte der SC Kröll-Technik Schwaz den Durchmarsch in die oberste Spielklasse Österreichs. Das Ausscheidungsturnier um den Aufstieg in die Staatsliga A wurde in der Pölzbühne in Schwaz ausgetragen und geschafft. Nun verstärkte sich der SC noch weiter und holte den damals einzigen Großmeister aus Österreich GM Josef KLINGER nach Schwaz. Um dies finanzieren zu können, mussten die Funktionäre sehr rege sein und viele Turniere organisieren, Sponsoren suchen und gewaltigen Einsatz zeigen.

Der Erfolg stellte sich aber bald ein. In der Saison 1988/89 wurde der SCHACHCLUB KRÖLL-TECHNIK SCHWAZ österreichischer Vizemannschafts-meister hinter RANSHOFEN aber noch vor GRAZ, SALZBURG und FLÖTZERSTEIG WIEN. Der SC spielte mit folgender Mannschaft: GM KLINGER (5 P. aus 9 P.), IM KOSTIC V. (11,5 aus 18), FM WEINZETTL (9,5 aus 18) DENK A (10 aus 14) und Christof KONDRAK (2 aus 3).
Foto links: Der Präsident des ÖSB gratuliert den erfolgreichen Schwazern.

 

 


Dieser Erfolg brachte auch einen gewaltigen Aufschwung für das Tiroler Schachgeschehen.
Bald eiferten andere Vereine dem Schwazer Vorbild nach und versuchten ebenfalls den Sprung auf die nationale Ebene: ISK, ABSAM, WÖRGL und JENBACH, ...
In Schwaz wurde sogar daran gedacht, einen Vizeweltmeister zu engagieren. So wurde GM Viktor KORTSCHNOI "der Schreckliche" nach Schwaz zu zwei Simultanveranstaltungen gegen 30 Erwachsene und 30 Jugendliche und einem Kurzzeitsimultan vor laufenden Kameras gegen 6 der Tiroler Elite - die Partien liefen während der Sendung "TIROL AKTUELL" in ORF2 - eingeladen, um mit ihm eine Zukunft als Spieler für Schwaz zu sprechen. Auch an GM SPASSKI (Russland) wurde eine Anfrage gestellt. Nun - beide waren einfach zu teuer, so dass dieser Traum beiseite geschoben werden musste.

+ Kurt WALSER - Als der Obmann Kurt WALSER im Jahre 1994 plötzlich verstarb, war der Verein fast "bankrott". Jedenfalls konnte sich der Klub die Legionäre nicht mehr leisten. Auch die Fahrten und Aufenthalte bei den vielen Auswärtsrunden in ganz Österreich sprengten das Budget. So verzichtete der Verein 1995 auf den Weiterverbleib (1994/95 wurde der SC Schwaz noch einmal 8. der Staatsliga A) in der höchsten Liga und stieg freiwillig in die LANDESLIGA TIROL ab. Jahre der Budgetkonsilidierung standen ins Haus und es musste nun schnell auf eigenen Nachwuchs gebaut werden. Der neue Obmann Herbert ERLACHER verzichtete auf alle Legionäre und schaffte mit einem sehr jungen Team gemischt mit erfahrenen Spielern nicht nur den Klassenerhalt, sondern spielte sogar um den Aufstieg in die Westliga mit.

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